Machbarkeitsstudie Reha-Modulwoche (ReMo)
Was ist ReMo?
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie „MS ReMo – Implementierung einer interprofessionellen Reha-Modulwoche mit integrierter Performanzmessung im Praktischen Jahr“ wird untersucht, wie rehabilitative und präventive Kompetenzen systematisch und praxisnah in das PJ-Curriculum der medizinischen Ausbildung integriert werden können. Hintergrund ist die zunehmende Zahl von Menschen mit chronischen Erkrankungen, funktionellen Einschränkungen und psychischen Belastungen, bei gleichzeitig geringer curriculärer Verankerung rehabilitativer Inhalte im Medizinstudium.
Ziel der Studie ist die Entwicklung, Erprobung und Evaluation einer verbindlichen interprofessionellen Reha-Modulwoche mit kompetenzorientierten Lehr- und Prüfungsformaten am Standort Bremen. Auf dieser Basis soll ein übertragbares Curriculum entstehen, das die Rehabilitations- und Präventionskompetenz zukünftiger Ärztinnen und Ärzte stärkt und langfristig zur Sicherung der Erwerbsfähigkeit von Patientinnen und Patienten beiträgt.
Projektleitung
Prof.in Dr.in med. Jana Jünger, MME
Geschäftsführerin
Ärztliche und wissenschaftliche Leitung
Institut für Kommunikations- und Prüfungsforschung
Dr. med. Swantje Wienand, MME
Chefärztin
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie
Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide gGmbH
Das Reha Zentrum Bremen -
Implementationsstandort
Das RehaZentrum Bremen ist eine ambulante Rehabilitationseinrichtung für orthopädische und kardiologische Patienten im Nordwesten Deutschlands. Es bietet ambulante Anschlussheilbehandlungen sowie arbeitsplatz- und berufsbezogene Rehabilitation für orthopädisch und kardiologische Indikationen an.
Die Versorgung erfolgt durch ein interdisziplinär arbeitendes Team aus Ärzten, Physiotherapeuten, Psychologen, Ernährungs- und Sozialberatern, Masseuren bzw. medizinischen Bademeistern, Diplom-Sportlehrkräften bzw. Sportwissenschaftlern sowie Ergotherapeuten.
Ablauf der Modulwoche
Die Implementierung, Entwicklung und Evaluation dieser „Reha-Woche“ soll zunächst im Tertial Chirurgie durchgeführt werden und dann auf die Innere Medizin ausgeweitet werden. Dazu werden aus dem Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM) und dem Gegenstandskatalog (GK) Lernziele erarbeitet und für die Reha-Modulwoche (ReMo) ein interprofessioneller Lehrplan erstellt. Dieser wird dann in interaktive praxisbezogene Lehreinheiten und mittels integrierter Performanzmessung operationalisiert und umgesetzt.
Die schriftliche (via Progresstest) und praktische (via EPAs = entrustable professional activities) Performanzmessung wird gemeinsam mit nationalen Reha-Experten konzipiert und genau mit Lernzielen des NKLM und den Lehreinheiten abgestimmt, damit eine nationale Skalierbarkeit gegeben ist. Mittels subjektiver Selbstwirksamkeitserwartung und Akzeptanzevaluation der Studierenden als auch mittels qualitativer Fokusgruppen wird die Machbarkeitsstudie evaluiert.
Unser unterprofessionelles ReMo-Team (v. li. n.re.): Julian Großstück, Prof. Dr. med. Jana Jünger, dr. (MU Budapest) Tobias Steinmann, Mira William, Marcel Luttermann, Dr. med. Götz Dimanski, Daniel Brandner, Gunda Krochmann-Saad und Dr. med. Swantje Wienand
Eindrücke aus der Reha-Modulwoche
Werden Sie Partnerzentrum im
bundesweiten ReMo-Netzwerk
Die Rehabilitationsmedizin gilt als eine der zentralen Versorgungsstrukturen im deutschen Gesundheitswesen. Gleichzeitig ist sie in der medizinischen Ausbildung bislang strukturell unterrepräsentiert.
Mit der Reha-Modulwoche (ReMo) wird erstmals ein wissenschaftlich entwickeltes, kompetenzorientiertes und interprofessionelles Curriculum verbindlich im Praktischen Jahr des Medizinstudiums implementiert – inklusive standardisierter Performanzmessung und nationaler Skalierungsstrategie.
Nach erfolgreicher Pilotierung soll ReMo bundesweit transferiert werden.
Wir laden Rehabilitationszentren ein, sich als Partnerstandort an der Implementierung und Weiterentwicklung dieses zukunftsweisenden Ausbildungskonzepts zu beteiligen.
Warum ReMo für Ihr Rehabilitationszentrum strategisch relevant ist
Positionierung als akademischer Ausbildungsstandort
ReMo ermöglicht Ihrem Zentrum:
- strukturierte Integration in die PJ-Ausbildung
- Einbindung in ein bundesweites Netzwerk (MME, UCAN, DRV-Kontext)
- wissenschaftlich fundierte Lehr- und Prüfungsformate
- Sichtbarkeit als innovativer, qualitätsorientierter Standort
Sie positionieren sich nicht nur als Versorgungseinrichtung, sondern als aktiver Gestalter der medizinischen Ausbildung.
Nachwuchssicherung und Fachkräftebindung
ReMo ermöglicht Ihrem Zentrum:
- strukturierte Integration in die PJ-Ausbildung
- Einbindung in ein bundesweites Netzwerk (MME, UCAN, DRV-Kontext)
- wissenschaftlich fundierte Lehr- und Prüfungsformate
- Sichtbarkeit als innovativer, qualitätsorientierter Standort
Sie positionieren sich nicht nur als Versorgungseinrichtung, sondern als aktiver Gestalter der medizinischen Ausbildung.
Die frühzeitige Einbindung von PJ-Studierenden:
- steigert das Interesse an rehabilitativer Medizin
- verbessert die Kenntnis rehabilitativer Versorgungsstrukturen
- schafft langfristige Bindungspotenziale
ReMo wirkt damit strukturell dem Fachkräftemangel entgegen.
ReMo ermöglicht Ihrem Zentrum:
- strukturierte Integration in die PJ-Ausbildung
- Einbindung in ein bundesweites Netzwerk (MME, UCAN, DRV-Kontext)
- wissenschaftlich fundierte Lehr- und Prüfungsformate
- Sichtbarkeit als innovativer, qualitätsorientierter Standort
Sie positionieren sich nicht nur als Versorgungseinrichtung, sondern als aktiver Gestalter der medizinischen Ausbildung.
Qualitätsentwicklung durch strukturierte Performanzmessung
ReMo integriert:
- kompetenzorientierte Lernziele (NKLM 2.0)
- arbeitsplatzbasierte EPAs (Entrustable Professional Activities)
- formatives Feedback
- Progresstest-Elemente
- Evaluation der Selbstwirksamkeit
Dies stärkt nicht nur die Ausbildung, sondern auch interne Qualitäts- und Supervisionsstrukturen.
Interprofessionelle Profilierung
Die Reha-Modulwoche ist bewusst interprofessionell konzipiert:
- Einbindung von Physiotherapie
- Sozialdienst
- Psychologie
- Ergotherapie
- Ernährungsberatung
Damit wird Rehabilitation als Teamleistung sichtbar – und Ihr Zentrum als interprofessioneller Kompetenzstandort.
Nationale Skalierung – Sie sind Teil einer Blaupause
ReMo ist als Machbarkeitsstudie mit bundesweiter Transferstrategie angelegt.
Partnerzentren profitieren von:
- manualisierten Curricula
- Train-the-Trainer-Konzepten
- Multiplikatorenworkshops
- Einbindung in bestehende Lehrnetzwerke
- strukturierter Dissemination
Sie werden Teil eines zukunftsweisenden Modells, das bundesweit implementiert werden kann.
Was bedeutet eine Teilnahme für Sie konkret?
Ihre Vorteile als Studienpartner
Als Partnerzentrum:
- implementieren Sie eine strukturierte Reha-Modulwoche (40 Stunden)
- stellen ein interprofessionelles Trainerteam
- ermöglichen arbeitsplatzbasierte Lern- und Prüfungsformate
- beteiligen sich an Evaluation und Qualitätssicherung
- profitieren von vorbereiteten Materialien, Manualen und Schulungen
Die Implementierung erfolgt abgestimmt auf Ihre strukturellen Rahmenbedingungen.
Welcher strategische Nutzen entsteht für Ihr Zentrum?
ReMo stärkt Ihre Position als akademischer Kooperationspartner, erhöht Ihre Sichtbarkeit, verbessert die Nachwuchsgewinnung und integriert Ihr Zentrum in nationale Ausbildungsnetzwerke. Langfristig profitieren Sie von erhöhter Attraktivität als Arbeitgeber und Kooperationspartner.
Wie hoch ist der personelle Aufwand?
Es wird ein interprofessionelles Trainerteam benötigt. Die Lehre ist jedoch arbeitsplatzbasiert integriert und kein zusätzlicher Parallelbetrieb. Manuale und Train-the-Trainer-Programme reduzieren die Vorbereitungsbelastung.
Entstehen zusätzliche Kosten?
Initial können Ressourcen für Schulung und Koordination erforderlich sein. Dem stehen jedoch strukturelle Vorteile gegenüber (Nachwuchsbindung, Positionierung, Qualitätsentwicklung). Förderoptionen und Kooperationsmodelle können individuell geprüft werden.
Welche rechtlichen Voraussetzungen sind notwendig?
Voraussetzung ist die Kooperation mit einem akademischen Lehrkrankenhaus bzw. einer Fakultät für die PJ-Integration. Das Projekt ist im Einklang mit NKLM konzipiert.
Welche Auswirkungen hat die Teilnahme auf den Betrieb?
Die Modulwoche ist in bestehende Arbeitsprozesse integriert. Die Studierenden arbeiten mit, unter Supervision. Der Versorgungsbetrieb bleibt priorisiert.